Diese fünf Kostenblöcke gehören in die Planung
Die EU-Batterieverordnung legt Anforderungen fest, aber keinen einheitlichen Anbieterpreis für ihre Umsetzung. Die folgende Aufteilung ist eine betriebliche Planungshilfe. Welche Leistungen in Ihrem Fall erforderlich sind, hängt vom konkreten Produkt und dem gewählten Betriebsweg ab.
Datenaufbereitung und Abstimmung
Rechnen Sie Zeit für das Zusammenstellen, Prüfen und Freigeben der benötigten Angaben ein. Produktstammdaten können vorhanden sein, während andere Nachweise erst von Lieferanten kommen. Wiederverwendbare Modelldaten und Angaben je einzelner Batterie verursachen unterschiedliche Arbeit. Das Dateninventar macht diese Unterschiede sichtbar.
Software, Hosting und Datenzugang
Vergleichen Sie den Leistungsumfang zusammen mit dem Abrechnungsmodell. Zu prüfen sind beispielsweise Nutzer, Modelle, Passmengen, Datenspeicherung, geschützte Zugriffe und Export. Fragen Sie auch, welche laufenden Kosten nach dem Verkauf einer Batterie und bei einem Anbieterwechsel anfallen. Eine niedrige Stückgebühr kann mit weiteren festen Kosten verbunden sein.
Kennung und Kennzeichnung
Berücksichtigen Sie die gewählte Kennungslösung, Etiketten oder andere geeignete Aufbringungsverfahren, den Druckprozess und Lesbarkeitstests. Ein selbst erzeugtes QR-Bild löst diese Aufgaben noch nicht vollständig. Der QR-Code-Leitfaden zeigt die fachlichen Fragen dazu.
Integration und Einführung
Ein manueller Pilot und eine Anbindung an Fertigung, ERP oder PLM haben einen anderen Einführungsaufwand. Erheben Sie benötigte Schnittstellen, Datenbereinigung, Berechtigungen, Tests und Schulung. Klären Sie, ob diese Leistungen im Angebot enthalten sind oder separat beauftragt werden.
Laufender Betrieb und Pflege
Planen Sie Zuständigkeit und Zeit für Korrekturen, neue Modelle, relevante Zustandsänderungen und technische Störungen. Eigene Mitarbeiterzeit gehört ebenso ins Budget wie externe Gebühren. Welche Pflegeprozesse sinnvoll sind, lässt sich mit einem kleinen Batteriepass-Pilot besser beurteilen.
So werden Angebote vergleichbar
Geben Sie jedem Anbieter dieselben Eckdaten: Batteriekategorie, Zahl der Modelle, neue Batterien pro Jahr, benötigte Rollen, vorhandene Quellen und gewünschte Integrationen. Lassen Sie Abrechnungsgrenzen und nicht enthaltene Leistungen schriftlich benennen.
| Thema | Konkrete Rückfrage |
|---|---|
| Mengen | Gilt das Kontingent je Jahr, Modell, Exemplar oder gespeichertem Pass? Was kostet ein Mehrverbrauch? |
| Einrichtung | Sind Importvorbereitung, Datenprüfung, Schulung und ein Abnahmetest enthalten? |
| Schnittstellen | Welche Anbindung ist heute verfügbar und was wird individuell umgesetzt? |
| Betrieb | Welche Hosting-, Support- und Pflegeleistungen sind enthalten? Wie werden ältere Pässe weiter betrieben? |
| Wechsel | In welchem Format sind Daten exportierbar und wie wird der Zugang bei Vertragsende fortgeführt? |
| Registry | Welche Vorbereitung bzw. Registrierung ist nachweislich verfügbar, und welche externe Voraussetzung fehlt noch? |
Mein Batteriepass wird von der Simplarix GmbH betrieben, die zugleich SimpleDPP entwickelt. Dieser Leitfaden ist deshalb kein unabhängiger Anbieter-Vergleich. Er hilft Ihnen, den eigenen Bedarf und den Umfang eines Angebots zu prüfen.
Ein Rechenbeispiel mit offen gelegten Annahmen
Angenommen werden 1.000 Batterien im ersten Jahr, zwei Modelle und zwölf Stunden anfängliche Datenaufbereitung je Modell. Mit einem frei gewählten internen Stundensatz von 70 Euro sind das 1.680 Euro. Dazu kommen im Beispiel einmalig 1.500 Euro für Integration.
Für Software und Hosting werden beispielhaft zusammen 150 Euro im Monat eingesetzt, für Kennzeichnung 0,15 Euro je Batterie und für Pflege zwei Stunden im Monat zum gleichen internen Satz. Daraus entstehen 3.630 Euro laufende Jahreskosten. Zusammen mit dem Startaufwand ergibt das 6.810 Euro im ersten Jahr bzw. 6,81 Euro je Batterie.
Diese Zahlen sind bewusst gewählte Rechenannahmen. Sie sind kein Marktmittelwert, kein Angebot und keine SimpleDPP-Preisliste. Bei gleicher Jahresmenge und unveränderten laufenden Aufwänden wären im Folgejahr 3.630 Euro angesetzt. Neue Modelle oder zusätzliche Projekte sind darin nicht enthalten.
Die Rechnung addiert einmalige Datenaufbereitung und Einrichtung sowie zwölf Monate Software, Kennzeichnung für die Jahresmenge und zwölf Monate Pflege. Die Kosten je Batterie ergeben sich anschließend aus der Division durch die Jahresmenge. Eine belastbare Kalkulation ersetzen Sie durch eigene Aufwandsschätzungen und Angebote.