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Batteriepasspflicht ab Fristen

QR-Code & Identifikation

Wie funktioniert der QR-Code beim Batteriepass?

Der QR-Code ist der physische Zugang zum digitalen Batteriepass – aber nicht der Pass selbst. Er verbindet die Batterie über eine persistente eindeutige Kennung mit den richtigen digitalen Informationen.

Ab dem 18. Februar 2027 müssen alle Batterien einen QR-Code tragen. Für passpflichtige Batterien führt dieser zum Batteriepass; Platzierung, Lesbarkeit und Kennungsarchitektur müssen deshalb früh geklärt werden.

An der Batterie

DauerhafterZugangspunkt

Nach dem Scan

Der passende digitale Batteriepass

Der Code enthält nicht den vollständigen Pass. Er stellt die verlässliche Verbindung zur richtigen digitalen Ansicht her.

Ein dauerhaft auf der Batterie angebrachter QR-Code führt beim Scan zur passenden digitalen Batteriepass-Ansicht.

Kurzantwort

QR-Code-Pflicht und Batteriepass-Pflicht sind nicht dasselbe.

Ab dem 18. Februar 2027 müssen alle Batterien einen QR-Code tragen. Was nach dem Scan erreichbar sein muss, hängt jedoch von der Batteriekategorie ab.

Führt zum Batteriepass

Passpflichtige Batterien

  • Elektrofahrzeugbatterien
  • LV-Batterien für leichte Verkehrsmittel
  • Industriebatterien mit mehr als 2 kWh
Betroffenheit genauer prüfen

Führt zu anderen Pflichtinformationen

Sonstige Batterien

Bei anderen Batteriekategorien stellt der QR-Code die jeweils einschlägigen Kennzeichnungs-, Konformitäts-, Sorgfaltspflicht- und Entsorgungsinformationen bereit. Ein vollständiger Batteriepass nach Artikel 77 der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 ist dafür nicht automatisch erforderlich.

Auch Batterien ohne Batteriepasspflicht benötigen daher grundsätzlich einen QR-Code.

Nach dem Scan

Vier Bausteine bilden eine verlässliche Verbindung.

Der QR-Code ist nur der Einstieg. Erst Kennung, Auflösungslogik und der bereitgestellte Datensatz machen daraus einen funktionierenden Batteriepass.

  1. Physischer Datenträger

    QR-Code

    Das sichtbare oder eingravierte Muster wird von Kamera oder Scanner gelesen.

  2. Persistente Identität

    Produktkennung

    Der codierte Verweis verbindet die konkrete Batterie dauerhaft und eindeutig mit ihrem Pass.

  3. Routing und Rechte

    Auflösung und Zugriff

    Ein Dienst führt zur passenden öffentlichen oder geschützten Ansicht.

  4. Strukturierter Datensatz

    Batteriepass

    Hier liegen die aktuellen Produkt-, Nachhaltigkeits- und Lebenszyklusinformationen.

Produktkennung und Registrierungskennung sind verschieden: Der QR-Code verweist über die Produktkennung auf die Batterie. Das DPP Registry vergibt zusätzlich eine persistente Registrierungskennung; der elektronische Nachweis wird davon getrennt erzeugt.

Registry-Abgrenzung ansehen

Kennung & Standards

Die Produktkennung ist der stabile Anker.

Der Wirtschaftsakteur, der die Batterie in Verkehr bringt, weist ihr die eindeutige Kennung zu. Artikel 77 Absatz 3 der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 verweist dafür auf die ISO/IEC-15459-Reihe oder gleichwertige Normen.

Produktkennung

Identifiziert die konkrete Batterie

Der Batteriepass ist mit einer persistenten eindeutigen Produktkennung verbunden. Bei passpflichtigen Batterien genügt deshalb keine bloße Modellseite ohne eindeutigen Bezug zum Exemplar.

Akteurskennung

Identifiziert die verantwortliche Organisation

Das DPP-System kennt daneben eindeutige Kennungen für Wirtschaftsakteure. Sie erfüllen eine andere Funktion und ersetzen die Produktkennung nicht.

Anlagenkennung

Identifiziert relevante Betriebsstätten

Auch Anlagen können im DPP-System eindeutig bezeichnet werden. Ob und wo diese Kennung benötigt wird, richtet sich nach den anzuwendenden Datenanforderungen.

Im Batterierecht

ISO/IEC 15459 oder gleichwertig

Die EU-Batterieverordnung nennt ausdrücklich die Teile 1 bis 6 der ISO/IEC-15459-Reihe in den dort genannten Ausgaben oder gleichwertige Standards.

Im sektorübergreifenden DPP-System

EN 18219 und EN 18220

Seit Juli 2026 ergänzen harmonisierte DPP-Normen für eindeutige Kennungen und Datenträger den technischen Rahmen des europäischen Systems.

Platzierung & Lesbarkeit

Der Code muss den realen Batteriealltag überstehen.

Ein QR-Code, der nur im Layout funktioniert, ist nicht ausreichend. Oberfläche, Einbauort, Markierungsverfahren und Nutzung bestimmen die tatsächliche Scanqualität.

  • Grundsätzlich auf der Batterie

    Der QR-Code wird sichtbar, gut lesbar und dauerhaft auf die Batterie gedruckt oder eingraviert.

  • Verpackung nur als Ausnahme

    Nur wenn die Anbringung wegen Art oder Größe nicht möglich oder nicht gerechtfertigt ist, darf der Code auf Verpackung und Begleitdokumenten stehen.

  • Hoher Kontrast

    Glanz, Abrieb, Verschmutzung und Materialfarbe müssen bei der Gestaltung und Bemusterung berücksichtigt werden.

  • Mit üblichen Geräten lesbar

    Die gewählte Größe muss mit gängigen Smartphone-Kameras und unter realistischen Scanbedingungen funktionieren.

Der QR-Code wird grundsätzlich sichtbar und dauerhaft auf der Batterie angebracht. Kontrast, Oberfläche und Scanbedingungen bestimmen die notwendige Größe.

Es gibt keine pauschale Mindestgröße.

Die EU-Batterieverordnung verlangt leichte Lesbarkeit durch allgemein verfügbare QR-Leser, nennt aber keine universelle Kantenlänge. Die richtige Größe ergibt sich aus Datenmenge, Fehlerkorrektur, Druckverfahren, Oberfläche, Scanabstand und realen Nutzungssituationen.

Technische Optionen

Entscheidend ist die Kennungsarchitektur hinter dem Code.

Mehrere technische Wege können geeignet sein. Entscheidend sind nachweisbare Eindeutigkeit, Persistenz, Interoperabilität und ein belastbarer Betrieb über den Lebenszyklus.

  • Persistente HTTPS-Adresse

    Prinzip

    Eine stabile Webadresse verweist direkt oder über eine eigene Auflösung auf den DPP.

    Stärke

    Mit üblichen Smartphone-Kameras nutzbar und unter eigener Domain kontrollierbar.

    Prüfpunkt

    Eine URL allein macht die Kennung nicht standardkonform. Domain, Routing und Betrieb müssen langfristig gesichert sein.

  • GS1 Digital Link

    Prinzip

    GS1-Kennungen werden in einer strukturierten Web-URI dargestellt und können über einen Resolver zu verschiedenen Zielen führen.

    Stärke

    Verbindet etablierte Supply-Chain-Kennungen mit Webzugriff und mehreren Informationsdiensten.

    Prüfpunkt

    Eine mögliche Implementierungsoption – die EU-Batterieverordnung schreibt GS1 Digital Link nicht pauschal vor.

  • Anderes konformes Kennungssystem

    Prinzip

    Eine ISO/IEC-15459-konforme oder gleichwertige Kennung wird mit einer eigenen Auflösungslogik verbunden.

    Stärke

    Kann zu vorhandenen industriellen Kennungs- und Anlagenarchitekturen passen.

    Prüfpunkt

    Vergabestelle, Eindeutigkeit, Persistenz, Interoperabilität und Resolver-Betrieb müssen nachvollziehbar geregelt sein.

GS1 Digital Link kann die Aktualisierung verknüpfter Inhalte ermöglichen, ohne den aufgedruckten Code zu ändern. Andere sauber betriebene Resolver- und Kennungsarchitekturen können dieselbe Stabilität erreichen.

Routing, Zugriff & Sicherheit

Ein Code für verschiedene Rollen – ohne Geheimnisse im Code.

Code stabil, Inhalte aktualisierbar

Der physische QR-Code verweist auf eine persistente Kennung oder Route. Änderungen erfolgen am Pass oder an der Auflösung – nicht durch ständig neue Aufkleber.

Öffentliche Ansicht ohne Hürde

Allgemein zugängliche Informationen sollten nach dem Scan kostenlos und ohne unnötige App- oder Konto-Barriere erreichbar sein.

Zugriffsrechte auf dem Server

Der sichtbare Code enthält keine vertraulichen Daten oder dauerhaften Zugangsschlüssel. Geschützte Ansichten werden erst nach dem Scan authentifiziert.

Ein Scan ist kein Echtheitsbeweis

Ein kopierter Code kann ebenfalls auf eine echte Seite führen. Produktidentität, Datenintegrität und Maßnahmen gegen Missbrauch müssen zusammenspielen.

QR-Test

Was vor der Serienfreigabe geprüft werden sollte.

Testen Sie nicht nur, ob irgendein Scanner den Code erkennt. Entscheidend ist die gesamte Kette von der physischen Markierung bis zur richtigen Ansicht.

  • Eindeutige Zuordnung zur richtigen Einzelbatterie bestätigt
  • Scan mit mehreren gängigen Smartphone-Kameras ohne Spezial-App möglich
  • Produktionsmaterial, Gravur oder Druck statt nur Bildschirmansicht getestet
  • Kontrast, Freizone, Krümmung, Reflexion und Verschmutzung geprüft
  • Kleinste vorgesehene Codegröße unter realem Scanabstand validiert
  • HTTPS, Weiterleitungen und Zielseite dauerhaft erreichbar
  • Öffentliche Ansicht ohne unbeabsichtigte Login- oder Tracking-Barriere
  • Geschützte Ansichten mit den vorgesehenen Rollen getestet
  • Keine vertraulichen Daten oder statischen Zugangstoken im QR-Inhalt
  • Aktualisierung, Anbieterwechsel und Ausfall des Auflösungsdienstes eingeplant
  • Registry-Eintrag und QR-Produktkennung widerspruchsfrei
  • Prüfergebnis, Testmuster und Freigabe nachvollziehbar dokumentiert

Vom QR-Konzept zum laufenden Pass

Der QR-Code braucht eine verlässliche Datenbasis.

SimpleDPP verbindet Produktdaten, eindeutige Kennungen, Veröffentlichung und QR-Code in einem kontrollierten Prozess. Die Plattform unterstützt die technische Umsetzung, ersetzt aber weder die Auswahl des passenden Kennungsstandards noch die rechtliche Konformitätsbewertung.

  • Produkt- und Exemplardaten strukturiert verwalten
  • eindeutige Kennungen mit dem richtigen Pass verknüpfen
  • QR-Codes für veröffentlichte Produktpässe bereitstellen
  • öffentliche und geschützte Ansichten kontrolliert ausspielen
  • Änderungen und Versionen nachvollziehbar organisieren
QR-gestützte Produktpässe mit SimpleDPP
SimpleDPP-Ansicht zur Verwaltung und Veröffentlichung digitaler Produktpässe mit eindeutigen Kennungen und QR-Codes
Originalansicht der SimpleDPP-Plattform · Beispieldaten

Häufige Fragen

Fragen zum Batteriepass-QR-Code

Die wichtigsten Antworten zu Pflichtumfang, Inhalt, Größe, Platzierung, Standards und Sicherheit.

Brauchen ab 2027 wirklich alle Batterien einen QR-Code?

Ja. Artikel 13 Absatz 6 verlangt ab dem 18. Februar 2027 einen QR-Code für alle Batterien. Bei LMT-, Elektrofahrzeug- und Industriebatterien über 2 kWh führt er zum Batteriepass; bei anderen Batterien zu den jeweils vorgeschriebenen Informationen.

Was wird direkt im QR-Code gespeichert?

Der QR-Code dient als Datenträger für eine standardkonforme Referenz auf die persistente eindeutige Produktkennung und den erreichbaren digitalen Inhalt. Der vollständige Batteriepass mit all seinen Daten sollte nicht direkt in das QR-Muster codiert werden.

Gibt es eine vorgeschriebene Mindestgröße?

Die EU-Batterieverordnung nennt keine universelle Millimetergröße. Der Code muss hohen Kontrast haben und von allgemein verfügbaren QR-Lesern leicht lesbar sein. Die passende Größe ist deshalb mit dem realen Material, Druckverfahren und Scanabstand zu testen.

Darf der QR-Code nur auf der Verpackung stehen?

Grundsätzlich muss er sichtbar, lesbar und dauerhaft auf der Batterie angebracht sein. Verpackung und Begleitdokumente sind nur vorgesehen, wenn die Anbringung wegen Art oder Größe der Batterie nicht möglich oder nicht gerechtfertigt ist.

Ist GS1 Digital Link für den Batteriepass verpflichtend?

Nein. GS1 Digital Link ist eine mögliche standardisierte Implementierungsoption für strukturierte Webadressen und Resolver. Die Batterieverordnung verlangt ISO/IEC-15459-konforme oder gleichwertige Kennungen, schreibt GS1 Digital Link aber nicht pauschal als einziges Verfahren vor.

Muss sich der QR-Code ändern, wenn Passdaten aktualisiert werden?

Bei einer persistenten Kennung und stabilen Auflösungsroute normalerweise nicht. Die Passdaten und gegebenenfalls das Routing können aktualisiert werden, während der physische QR-Code gleich bleibt. Ein Statuswechsel durch Wiederverwendung, Umnutzung oder Wiederaufarbeitung kann dagegen neue Kennzeichnungen und einen verknüpften neuen Pass erfordern.

Benötigen Nutzer eine spezielle App?

Der QR-Code muss von allgemein verfügbaren Lesern leicht erfassbar sein. Für die öffentliche Ansicht sollte daher ein üblicher Smartphone-Scan ausreichen. Besondere Apps oder Anmeldungen können für geschützte Fachfunktionen sinnvoll sein, nicht als unnötige Hürde vor öffentlichen Informationen.

Beweist ein funktionierender QR-Code die Echtheit der Batterie?

Nicht allein. Ein Code kann kopiert werden. Eindeutige Produktzuordnung, Integrität der Passdaten, technische Sicherheitsmaßnahmen und gegebenenfalls zusätzliche Prüfmechanismen müssen gemeinsam für Vertrauen sorgen.

Ist die Registrierungskennung des DPP Registry dieselbe Kennung wie im QR-Code?

Nein. Der QR-Code verweist auf die eindeutige Produktkennung. Das EU-Register erzeugt nach erfolgreicher Registrierung zusätzlich eine persistente Registrierungskennung. Der elektronische Registrierungsnachweis ist ein separates Dokument, das anschließend über das Registry erzeugt werden kann.

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DPP Registry

Wie wird die Produktkennung im EU-System registriert?

Registerinhalt, Validierung, Registrierungsnachweis und deutsche Abgrenzung verstehen.

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Interaktiver Musterpass

Wie sieht die Ansicht hinter dem QR-Code aus?

Modell- und Exemplardaten, Rollenansichten, Quellen und Aktualisierungen erkunden.

Musterpass öffnen

Daten & Pflichtangaben

Welche Inhalte stehen hinter dem QR-Code?

71 EU-Datenpunkte nach Pflichtstatus, Zugriff, Datenebene und Quelle einordnen.

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