Infrastruktur
Registry und Testumgebung sind operativ
Beide Zugänge sind veröffentlicht und führen zur jeweiligen EU-Login-Anmeldung. Die Produktivumgebung dient realen Vorgängen; die Testumgebung bleibt davon getrennt.
Batteriepasspflicht ab FristenFristen im Überblick
DPP Registry
Das europäische DPP Registry ist der zentrale Index für digitale Produktpässe. Es speichert eindeutige Identifikatoren, ausgewählte Metadaten und Registrierungsdaten –nicht den vollständigen Batteriepass.
Registry und Testumgebung sind operativ. Batterie-DPPs können mit Stand 6. Oktober 2026 trotzdem noch nicht erfolgreich registriert werden, weil der produktspezifische Semantikkatalog noch nicht definiert ist. Die deutsche Herstellerregistrierung bei der stiftung ear bleibt davon unabhängig.
Am Produkt
Eindeutige Produktkennung
Im EU-Index
Identifikatoren und Metadaten
Nach erfolgreicher Registrierung entsteht ein eigener Registry-Eintrag.
Dezentral bereitgestellt
Vollständiger Batteriepass
Der QR-Code beziehungsweise die Produktkennung führt direkt zu den Passdaten.
Aktueller Status · 6. Oktober 2026
Die Kommission hat Registry und Testumgebung in Betrieb genommen. Der aktuelle Leitfaden zieht für Batterie-DPPs dennoch eine klare technische Grenze.
Infrastruktur
Beide Zugänge sind veröffentlicht und führen zur jeweiligen EU-Login-Anmeldung. Die Produktivumgebung dient realen Vorgängen; die Testumgebung bleibt davon getrennt.
Batterien
Im User Guide v1.03 vom 16. September 2026 steht ausdrücklich, dass der Semantikkatalog für Batterien noch nicht definiert ist. Deshalb kann die Validierung aktuell nicht erfolgreich enden.
Kommissionsplanung · Stand 6. Oktober 2026
Im dritten Batterie-DPP-Webinar vom 30. September 2026 hat die Kommission ihren aktuellen Fahrplan erläutert. Die folgenden Angaben sind angekündigte Planungen und können sich ändern.
Planung der Europäischen Kommission – kein verbindlicher Termin
Planung der Europäischen Kommission – kein verbindlicher Termin
Planung der Europäischen Kommission – kein verbindlicher Termin
Planung der Europäischen Kommission – kein verbindlicher Termin
Für Ende Dezember ist eine Integrationsguidance angekündigt. Daraus folgt weder ein garantierter API-Produktivstart noch ein zugesagter Termin für erfolgreiche Batterie-DPP-Registrierungen. Die offizielle Präsentation belegt diese Planungen; die bereits veröffentlichten Dokumente bleiben der aktuelle Arbeitsstand.
Kurzantwort
Das Register speichert die Angaben, die einen digitalen Produktpass eindeutig identifizieren, prüfen und im EU-System auffindbar machen. Der vollständige Batteriepass bleibt dezentral beim verantwortlichen Wirtschaftsakteur oder einem beauftragten DPP-Dienstleister.
Im EU-Register
Außerhalb des EU-Registers
Wichtig: Produktspezifisches EU-Recht kann zusätzliche Angaben für das Register verlangen. Für Batterien bestimmen insbesondere die EU-Batterieverordnung und die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1778 den Rahmen.
Häufigste Verwechslung
Ein Unternehmen kann für dieselbe Batterie alle drei Ebenen bedienen müssen. Keine davon ersetzt eine andere.
EU-Ebene · Index
Zuständig
Europäische Kommission
Ebene
Je digitalem Produktpass auf der vorgeschriebenen Modell-, Chargen- oder Exemplarebene
Inhalt & Ergebnis
Identifikatoren, ausgewählte Metadaten und Registrierungsdaten
Persistente Kennung nach erfolgreicher Validierung
Produktdaten · Pass
Zuständig
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur oder beauftragter Dienstleister
Ebene
Je Batteriepass und entsprechend der rechtlich vorgegebenen Datenebene
Inhalt & Ergebnis
Öffentliche und geschützte Produkt-, Nachhaltigkeits- und Lebenszyklusdaten
Digitaler, zugänglicher Produktdatensatz
Deutschland · EPR
Zuständig
Hersteller beziehungsweise Bevollmächtigter im deutschen EPR-System
Ebene
Je Unternehmen, Marke und Batteriekategorie – nicht je Batteriepass
Inhalt & Ergebnis
Hersteller-, Marken- und Kategorieangaben sowie Beteiligung an einer OfH
Deutsche Batt-Reg.-Nr.
Registrierungsablauf
Die Registrierung ist kein einzelner Upload. Sie verbindet Identitätsprüfung, Produktkennungen, technische Validierung und einen dauerhaft pflegbaren Eintrag.
Stand 6. Oktober 2026: Der Ablauf ist implementiert und dokumentiert. Der erfolgreiche Abschluss ist für Batterie-DPPs bis zur Veröffentlichung des Semantikkatalogs blockiert.
Die Organisation im Registry anmelden und die Identität sowie gegebenenfalls ihre Niederlassung verifizieren lassen.
DPP bereitstellen, die vorgeschriebene Granularität bestimmen und Identifikatoren sowie Metadaten festlegen.
Die Weboberfläche unterstützt ein Einzelformular sowie JSON-/XML-Dateien. Die Kommission bestätigt zusätzlich die API als Übermittlungsweg.
Das Registry prüft Semantik, Granularität, erforderliche Angaben und die Konsistenz zum bereitgestellten DPP. Für Batterien kann diese Prüfung aktuell noch nicht erfolgreich enden.
Nach erfolgreicher Prüfung wird eine persistente Registrierungskennung vergeben. Ein elektronischer Registrierungsnachweis kann anschließend separat erzeugt werden.
Registrierungsdaten werden gepflegt und können bei einem Rollenwechsel an einen verifizierten Akteur übertragen werden.
Der nach erfolgreicher Registrierung erhältliche Nachweis kann gegenüber Behörden oder Geschäftspartnern belegen, dass ein Batteriepass registriert wurde. Laut EU-FAQ ist derzeit kein automatisierter Mechanismus vorgesehen, mit dem Dritte diesen Nachweis anfordern oder austauschen können.
Für Batterie-DPPs muss der eindeutige Registry-Registrierungsidentifier nach aktueller Kommissionsauslegung nicht in die elektronische Zollanmeldung eingetragen werden. Der Batteriepass muss trotzdem im DPP Registry registriert werden. Die FAQ grenzt dies ausdrücklich von DPPs nach ESPR ab.
Diese Aussage betrifft die Registry-Registrierungskennung, nicht den Waren- beziehungsweise Commodity-Code in den Registry-Daten. Quelle: EU-FAQ, Fragen 4.1 und 5.3.
Oberfläche, Datei & API
Einsatzfälle und Aufwand sind redaktionelle Einschätzungen für die Vorbereitung. Sie ersetzen keine technische API-Dokumentation.
Die drei Wege haben nicht denselben Dokumentationsstand. Für Batterie-DPPs gilt der aktuelle Erfolgsblocker unabhängig davon, wie die Anfrage übermittelt wird.
Im aktuellen Leitfaden dokumentiert
Geeignet für
Einzelne Vorgänge und manuelle Kontrollen ohne eigene Systemanbindung.
Aufwand einplanen
Datenerfassung, Prüfung und interne Abstimmung bleiben weitgehend manuell.
Belegte Funktionen
EU-Login-Zugang, Organisationsanmeldung und -verifizierung, Einzelformular, Aktivitätsübersicht und Fehlerberichte.
Aktuelle Grenze
Die Oberfläche nimmt Batterie-Anfragen entgegen, kann sie ohne Semantikkatalog aber nicht erfolgreich validieren.
Im aktuellen Leitfaden dokumentiert
Geeignet für
Vorbereitete Datenpakete und Sammelübermittlungen aus bestehenden Systemen.
Aufwand einplanen
Export, Formatprüfung und Bearbeitung von Fehlerberichten müssen organisiert sein.
Belegte Funktionen
JSON- oder XML-Datei für einen einzelnen DPP oder bis zu 100 DPPs je Sammelübermittlung; Vorlagen stehen in der Oberfläche bereit.
Aktuelle Grenze
Der Upload-Weg ist nutzbar, das erfolgreiche Ergebnis bleibt für Batterien aus demselben semantischen Grund blockiert.
In EU-Recht und Kommissionsmitteilung bestätigt
Geeignet für
Perspektivisch wiederkehrende Abläufe mit einer eigenen Systemanbindung.
Aufwand einplanen
Der Integrationsaufwand lässt sich erst mit vollständiger technischer Dokumentation belastbar planen.
Belegte Funktionen
Registrierung und Registry-Antworten einschließlich Registrierungskennung; auch Registrierungsnachweise sind rechtlich über die API vorgesehen.
Aktuelle Grenze
Der User Guide v1.03 enthält weder API-Ablauf noch Endpunkte, Authentifizierungsflow oder Rate Limits. Auch die offiziellen DPP-Seiten verlinken derzeit keine vollständige öffentliche technische Registry-API-Dokumentation.
Produktiv & Test
Das DPP Registry ist seit dem 20. Juli 2026 operativ. Zusätzlich stellt die Kommission eine getrennte Testumgebung bereit. In beiden Umgebungen kann der Ablauf vorbereitet werden; eine erfolgreiche Batterie-DPP-Registrierung ist aktuell in keiner der beiden möglich.
Produktivumgebung
Die Produktivumgebung unterstützt die Organisationsanmeldung und -verifizierung sowie die vorgesehenen Registrierungswege. Erst nach erfolgreicher fachlicher Validierung würde das Registry eine persistente Registrierungskennung erzeugen. Dieser Erfolg ist für Batterien derzeit noch nicht erreichbar.
Offizielle Registry-Seite(öffnet in neuem Tab)Testumgebung
Für technische und organisatorische Tests. Sie erfordert ein separates EU-Login-Konto und dieselbe Organisationsverifizierung wie die Produktivumgebung. Testeinträge gelten nicht als produktive Registrierung und werden nicht dorthin übernommen.
Auch hier verhindert der fehlende Batterie-Semantikkatalog derzeit den erfolgreichen Abschluss der DPP-Registrierung.
Verantwortung & Betrieb
Wirtschaftsakteure und gegebenenfalls eingebundene Dritte müssen verifiziert sein. Die Verifizierung endet mit Ablauf des verwendeten elektronischen Identitätsnachweises, spätestens drei Jahre nach der ursprünglichen Verifizierung. Danach ist eine erneute Verifizierung erforderlich.
Erstellung und Pflege können mit schriftlicher Bevollmächtigung unterstützt werden. Die Registry-Registrierung muss jedoch durch den Wirtschaftsakteur erfolgen, der die Batterie auf dem EU-Markt in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt. Die rechtliche Verantwortung bleibt bei ihm.
Ein registrierter DPP kann an einen anderen verifizierten Akteur übertragen werden, der die zugehörigen Pflichten übernimmt – etwa bei organisatorischen Veränderungen.
Juristische Personen weisen ihre Identität insbesondere mit einem qualifizierten elektronischen Siegel (QSeal) oder den nach EU-Recht vorgesehenen elektronischen Attributsnachweisen nach. Für EU-niederlassungspflichtige juristische Personen nennt Artikel 4 der Registry-Durchführungsverordnung qualifizierte Attributsnachweise. Natürliche Personen beziehungsweise Einzelunternehmer können unter anderem eine qualifizierte elektronische Signatur verwenden; weitere eIDAS-konforme Mittel hängen von den Voraussetzungen des Artikels 4 ab.
Auch Nicht-EU-Akteure können nach erfolgreicher Verifizierung ein Registry-Konto erhalten. Das Konto beantwortet aber nicht die Frage nach der Batteriepass-Verantwortung: Für Batterie-DPPs bleibt entscheidend, welcher Wirtschaftsakteur die fertige Batterie tatsächlich auf dem EU-Markt in Verkehr bringt. Quelle: EU-FAQ, Fragen 2.1, 2.2, 6.1 und 6.2.
Dazu gehören sichere Zugangsdaten, aktuelle Registerinformationen und dokumentierte Zuständigkeiten. Wer für den Batteriepass rechtlich verantwortlich ist, hängt von der konkreten Marktrolle ab.Rollen-Finder öffnen →
Start-Checkliste
Beginnen Sie nicht mit dem API-Aufruf. Zuerst müssen Rollen, Kennungen, Datenebene, Verifizierung und Betrieb geklärt sein. Eine erfolgreiche Batterie-Registrierung lässt sich erst nach Freigabe des Semantikkatalogs validieren.
Verantwortlichen Wirtschaftsakteur und registrierende Gesellschaft festlegen
Betroffene Batterien und erforderliche Passgranularität bestimmen
Eindeutige Produkt-, Wirtschaftsakteur- und Anlagenkennungen vorbereiten
Erforderlichen Warencode und Registry-Metadaten prüfen
DPP-Hosting, Dienstleister und gegebenenfalls Backup-Konzept klären
EU Login sowie QSeal oder qualifizierte elektronische Attributsbescheinigung organisieren
Benutzeroberfläche und Datei-Upload testen; API-Dokumentation separat verifizieren
Veröffentlichung des Batterie-Semantikkatalogs weiter beobachten
Test-, Freigabe-, Aktualisierungs- und Übertragungsprozess dokumentieren
Vom Registereintrag zum belastbaren Prozess
SimpleDPP unterstützt Unternehmen dabei, vollständige Produktpässe strukturiert zu erstellen, zu versionieren und kontrolliert bereitzustellen. Damit entsteht die Datenbasis für nachgelagerte Registry-Abläufe – ohne eine rechtliche Prüfung oder behördliche Registrierung zu ersetzen.

Häufige Fragen
Die wichtigsten Antworten zu Speicherung, Pflicht, Anmeldung, Automatisierung und deutscher Herstellerregistrierung.
Nein. Das EU-Register speichert Identifikatoren, ausgewählte Metadaten und Registrierungsdaten. Die vollständigen öffentlichen und zugriffsbeschränkten Passdaten werden dezentral durch den verantwortlichen Wirtschaftsakteur oder einen DPP-Dienstleister bereitgestellt.
Ja. Die Europäische Kommission hat das produktive DPP Registry am 20. Juli 2026 gestartet. Daneben gibt es eine getrennte Testumgebung. Beide Zugänge sind operativ und erfordern EU Login.
Nein. Der aktuelle User Guide v1.03 vom 16. September 2026 erklärt ausdrücklich, dass der Semantikkatalog für Batterien noch nicht definiert ist. Mit Stand 6. Oktober 2026 kann deshalb keine Batterie-DPP-Registrierung erfolgreich abgeschlossen werden.
Für Batterien, die nach Artikel 77 der EU-Batterieverordnung ab dem 18. Februar 2027 einen Batteriepass benötigen, muss der relevante Wirtschaftsakteur den Pass vor dem Inverkehrbringen oder der Inbetriebnahme entsprechend den EU-Vorgaben registrieren.
Nein. Das DPP Registry ist ein EU-weiter Index für digitale Produktpässe. Die Registrierung bei stiftung ear ist eine nationale Herstellerregistrierung nach deutschem Batterierecht und erfolgt grundsätzlich je Unternehmen, Marke und Batteriekategorie.
Die Durchführungsverordnung und die Kommissionsmitteilung bestätigen eine API als Registrierungsweg. Der aktuelle User Guide v1.03 dokumentiert jedoch nur die Weboberfläche mit Einzelformular und JSON-/XML-Datei-Upload, nicht den API-Ablauf, öffentliche Endpunkte, den Authentifizierungsflow oder Rate Limits. Zudem gilt der Batterie-Semantikblocker für jeden Übermittlungsweg.
Die Durchführungsverordnung erlaubt einen QSeal-basierten Nachweis oder eine qualifizierte elektronische Attributsbescheinigung. Der derzeit dokumentierte Registry-Ablauf für juristische Personen verwendet eine von der Kommission gesiegelte PDF-Erklärung, die mit einem qualifizierten elektronischen Siegel der Organisation gegengesiegelt und wieder hochgeladen wird.
Die EU-FAQ unterscheidet: Schriftlich bevollmächtigte Dritte können die Erstellung und Pflege unterstützen. Die Registrierung muss durch den Wirtschaftsakteur erfolgen, der die Batterie auf dem EU-Markt in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt. Ein Dienstleister wird durch das Hosting oder die Bevollmächtigung nicht automatisch zum registrierenden Wirtschaftsakteur.
Er enthält unter anderem den eindeutigen Produktidentifikator, den einschlägigen Warencode, die Identität des Wirtschaftsakteurs, Datum und Zeit der letzten Registrierung sowie einen Integritätswert der registrierten Version.
Nein. Die Testumgebung ist von der Produktivumgebung getrennt; Änderungen und Objekte werden nicht übertragen und können bereinigt werden. Auch dort ist die erfolgreiche Batterie-DPP-Registrierung derzeit wegen des fehlenden Semantikkatalogs blockiert.
Quellen & Stand
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Rollen & Verantwortung
Erzeuger, EU-Einführer, Händler, Eigenmarke und Second Life eindeutig einordnen.
Rollen-Finder öffnenVerifizierung & QSeal
EU Login, QSeal, QTSP, QSCD und den aktuellen PDF-Ablauf klar voneinander trennen.
Verifizierung verstehenQR-Code & Identifikation
Datenträger, Produktkennung, Platzierung, Standards und Scanprüfung verstehen.
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